Puppet Master
| Film | |
| Titel | Puppet Master |
|---|---|
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1989 |
| Länge | 90 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen | Full Moon Entertainment, Empire Pictures |
| Stab | |
| Regie | David Schmoeller |
| Drehbuch | David Schmoeller (als Joseph G. Collodi), Kenneth J. Hall (Story), Charles Band (Story) |
| Produktion | Charles Band Hope Perello |
| Musik | Richard Band |
| Kamera | Sergio Salvati |
| Schnitt | Thomas Meshelski |
| → Besetzung und Synchronisation | |
| Chronologie | |
Puppet Master ist ein US-amerikanischer Horrorfilm des Regisseurs David Schmoeller und Full-Moon-Entertainment-Gründer und Produzent Charles Band aus dem Jahr 1989. Es folgten 14 Fortsetzungen, zuletzt Puppet Master: Doktor Death im Jahr 2022.
Handlung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1939 versucht Andre Toulon, von ihm hergestellte Puppen, die er mit einem selbst entwickelten Elixier zum Leben erwecken kann, vor den Nazis zu schützen. Sie wollen das Elixier von ihm stehlen, um die unheimlichen Kräfte für ihre Machenschaften zu nutzen. Toulon ist in einem Hotel untergekommen, doch die Nazis finden ihn. Als eine der Puppen, Blade, ihn warnt, schließt er die Puppen und das Elixier in einen Koffer, den er in einer Geheimwand des Hotelzimmers versteckt. Zwei von den Nazis abgesandte Killer stürmen sein Hotelzimmer. Toulon schießt sich mit dem Revolver in den Mund, damit das Geheimnis bewahrt bleibt.
50 Jahre später, im Jahr 1989, besitzt der Forscher Neil Gallagher das Hotel und entdeckt den Koffer, den der Puppenmeister Toulon versteckt hat. Er schickt vier Freunden von ihm, Alex Whitaker, Dana Hadley, Frank Forrester und Carissa Stamford, die alle Parapsychologen sind, eine durch Telepathie übermittelte Nachricht, die sie in das alte Gebäude führen soll, um ihnen das Geheimnis des ewigen Lebens zu offenbaren.
Gallagher will das Elixier für sich selbst nutzen, sich töten und dann wieder zum Leben erwecken. Doch zuerst erprobt er es an den Puppen und beschwört dunkle Mächte herauf. Einer nach dem anderen werden Gallaghers Freunde von den Puppen mit ihren tödlichen Werkzeugen auf grausame Art umgebracht.
Mit der Zeit findet Alex Whitaker mit Hilfe von Gallaghers Frau heraus, dass Gallagher das Elixier an sich selbst ausprobiert hat, um unsterblich zu werden und seine Frau und Alex töten will. Für seine Pläne hat er die Puppen missbraucht. Außerdem hat Gallagher schon die Eltern seiner Frau auf dem Gewissen, um an das Hotelerbe und die Formel des alten Puppenmeisters heranzukommen. Als Gallagher die Puppen gegen sich aufbringt, wenden diese sich von ihm ab. Alex kann ihn überwältigen und die Puppen töten Gallagher.
Entstehung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Film ist eine Co-Produktion von Empire Pictures und Full Moon Entertainment im Verleih der Paramount Pictures.
Die Dreharbeiten fanden unter anderem in Castle Green Pasadena und im Mission Inn Riverside, Kalifornien statt.
Die Puppen heißen Oriental, Blade, Tunneler, Pinhead, Jester und Leech Woman. Die Effekte der Puppen stammen von David Allen Productions.
Die Filmmusik stammt von Richard Band, dem Bruder von Produzent Charles Band. Er schrieb unter anderem die Musik zur TV-Serie Stargate SG-1, dem Film Re-Animator und den Puppet Master-Fortsetzungen.
Besetzung und Synchronisation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die deutsche Synchronfassung entstand bei der Alster Studios Synchron in Hamburg.[2]
| Rolle | Darsteller | Synchronsprecher |
|---|---|---|
| Alex Whitaker | Paul Le Mat | Andreas von der Meden |
| Andre Toulon | William Hickey | Günther Jerschke |
| Neil Gallagher | Jimmie F. Skaggs | Peter Heinrich |
| Megan Gallagher | Robin Frates | Marion von Stengel |
| Carissa Stamford | Kathryn O’Reilly | Heidi Berndt |
| Theresa | Mews Small | Reinhilt Schneider |
| Dana Hadley | Irene Miracle | |
| Frank Forrester | Matt Roe |
Veröffentlichung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ursprünglich war der Film für den Kinostart im Sommer 1989 geplant, doch die Veröffentlichung wurde als Direct-to-Video-Version auf Oktober 1989 verschoben, da Produzent Charles Band der Ansicht war, dass dies finanziell erfolgreicher sein würde als der Kinomarkt.[3]
In Deutschland wurde der Film ab November 1989 auf VHS vertrieben.
Rezeption
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Film erfreut sich unter Genre-Freunden großer Beliebtheit und die Filmreihe hat trotz der Low-Budget-Produktionen eine treue Fangemeinde entwickelt.[4]
Das Lexikon des internationalen Films bezeichnete den Film als einen „sorgfältig komponierte[n] Horrorfilm.“ Er setze mehr auf „suggestive Wirkung als auf brutale Schocks.“[5]
Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1990 nominiert als „Bester Film“ für den International Fantasy Film Award beim Fantasporto.
Fortsetzungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bisher entstanden 14 Fortsetzungen. Diese Filme wurden direkt für den VHS- bzw. später DVD-Markt produziert. Puppet Master vs. Demonic Toys – Dämonische Spiele aus dem Jahr 2004 stellt ein Crossover aus dem Puppet Master-Universum und der Demonic Toys-Filmreihe dar und wurde von Ted Nicolaou für das Fernsehen gedreht. Der Regisseur David DeCoteau inszenierte vier Teile der Filmreihe, zwei Streifen drehte Jeff Burr, drei Charles Band, der sonst als Produzent der Reihe in Erscheinung trat. David Allen übernahm beim zweiten Teil die Regie und war als Spezialeffektkünstler an mehreren Filmen beteiligt. Die Rolle des Andre Toulon übernahm im zweiten Teil Steve Welles, gefolgt von Guy Rolfe, der ihn in insgesamt vier Filmen verkörperte. Mit Blade: The Iron Cross (2020) und Doktor Death (2022) entstanden zwei Spin-Offs.
- 1991: Puppet Master II – Die Rückkehr
- 1991: Puppet Master III – Toulons Rache
- 1993: Puppet Master 4
- 1994: Puppet Master 5 – The Final Chapter
- 1998: Curse of the Puppet Master
- 1999: Retro Puppet Master
- 2003: Puppet Master: The Legacy
- 2004: Puppet Master vs. Demonic Toys – Dämonische Spiele
- 2010: Puppet Master: Axis of Evil
- 2012: Puppet Master X – Axis Rising
- 2017: Puppet Master: Axis Termination
- 2018: Puppet Master: Das tödlichste Reich (Puppet Master: The Littlest Reich)
- 2020: Blade: The Iron Cross
- 2022: Puppet Master: Doktor Death
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Puppet Master bei IMDb
- Puppet Master bei JustWatch
- Puppet Master bei Schnittberichte
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Freigabebescheinigung für Puppet Master. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüfnummer: 62767-b/V).
- ↑ Puppet Master. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 30. September 2023.
- ↑ Puppet Master. In: Puppet Master Wiki. Abgerufen am 29. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ Warren Boutin: What are the reviews saying about "Puppet Master"? In: ScifiDimensions.com. 18. Juli 2025, abgerufen am 29. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ Puppet Master. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017.
