Ostheim (Haut-Rhin)
| Ostheim | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Grand Est | |
| Département (Nr.) | Haut-Rhin (68) | |
| Arrondissement | Colmar-Ribeauvillé | |
| Kanton | Sainte-Marie-aux-Mines | |
| Gemeindeverband | Pays de Ribeauvillé | |
| Koordinaten | 48° 10′ N, 7° 22′ O | |
| Höhe | 178–186 m | |
| Fläche | 8,16 km² | |
| Einwohner | 1.651 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 202 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 68150 | |
| INSEE-Code | 68252 | |
| Website | http://www.ostheim.fr/ | |
Mairie Ostheim | ||
Ostheim ist eine französische Gemeinde mit 1651 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie ist Mitglied des Gemeindeverbandes Pays de Ribeauvillé.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde Ostheim liegt an der unteren Fecht in der Oberrheinebene zwischen Colmar und Schlettstadt.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Auf der Gemarkung fanden sich Spuren römischer Besiedlung. 785 als Osthaim erwähnt. Der Ort gehörte zur Herrschaft Horburg, die 1324 an die Württemberger und damit in der Reformationszeit zum neuen Glauben überging. Ostheim blieb württembergisch bis zur Revolution. Ein Landgut Schoppenwihr entstand im 17. Jahrhundert an der Stelle eines abgegangenen Dorfes dieses Namens.
Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Ostheim als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich (Kreis Rappoltsweiler, Bezirk Oberelsaß).
Das Dorf wurde bei den Kämpfen vom 20. Januar bis zum 9. Februar 1945 um den Kessel von Colmar (poche de Colmar), den die Deutschen, als bereits alles verloren war, hartnäckig verteidigten, zu 98 Prozent zerstört. Unmittelbar nach Kriegsende. wurde Osthouse in schlichten, traditionsgebundenen Formen wieder aufgebaut.
An die Kriegsereignisse erinnert die Mauer der Störche („mur aux cigognes“), eine hohe, noch stehengebliebene Giebelwand der früheren Poststation von 1747, die zugleich als Kriegerdenkmal dient, mit der schlichten, unpathetischen Inschrift „A nos morts“ (unseren Toten).
Sehenswürdigkeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Park von Schoppenwihr: Mitte des 18. Jahrhunderts war Schoppenwihr ein schlichter Landsitz mit Landwirtschaftsbetrieb. Die in jener Zeit geschaffenen gärtnerischen Anlagen wurden um 1800 durch einen englischen Landschaftsgarten ersetzt. Ab 1869 erfolgte eine tiefgreifende Neugestaltung durch einen schottischen Landschaftsgärtner. Ein in den Siebzigerjahren des 19. Jahrhunderts entstandene aufwändiger Schlossbau wurde 1945 zerstört und 1958 abgebrochen. Eine Neugestaltung des Parks für den Baron von Berckheim erfolgte um 1930 durch den für seine neubarocken Gartengestaltungen international anerkannten Gartenarchitekten Achille Duchêne. Bei den Kämpfen um den Kessel von Colmar 1945 wurden Gebäude und Park schwer in Mitleidenschaft gezogen. Heute ist der Park als Jardin remarquable (bemerkenswerter Garten) klassifiziert.
Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Jahr | 1910 | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2007 | 2017 |
| Einwohner | 1078[1] | 1306 | 1329 | 1265 | 1335 | 1335 | 1371 | 1564 | 1612 |
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Protestantische Kirche
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Katholische Kirche
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Christian Ludwig Landbeck (* 11. Dezember 1807 in Ostheim; † 3. September 1890 in Santiago de Chile), deutsch-chilenischer Ornithologe
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 2, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 970–971.
